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L o u n g e
 

"Uns hält nichts mehr auf"

Band Billy Talent

(tsch) Nicht schlecht, wenn man als "Retter des Rock" und "Next Big Thing" gefeiert wird. Den kanadischer Vierer, der sich nach seinem Lieblingsfilm "Hardcore Logo" von Bruce McDonald über die Reunion einer Punk-Band benannte, lassen dicke Schlagzeilen ziemlich kalt. Sänger Ben Kowalewicz, Gitarrist Ian D'Sa, Bassist John Gallant und Drummer Aaron Solowoniuk setzen abstrakten Qualitätsbegriffen auf ihrem neuen, schlicht "II" betitelten Album, lieber musikalische Argumente entgegen. Sie kennen das Spiel: Sie sind immerhin schon 13 Jahre unterwegs, wie Gitarrist D'Sa fast verwundert feststellt.

teleschau: Hier in Deutschland habt Ihr unlängst mit den Beatsteaks gespielt. Euch verbindet inzwischen eine enge Freundschaft.

Ian D'Sa: Ja, wir waren auf ihrer letzten Tournee dabei, und "Smack Smash" wurde eine unserer absoluten Lieblingsplatten. Die lief echt rauf und runter. Wir hatten eine tolle Zeit zusammen, und am Ende schickten sie uns noch einen Haufen T-Shirts. Wir werden uns angemessen revanchieren.

teleschau: 2003 seid Ihr mit Eurem Debüt angetreten, das weltweit ein Erfolg wurde. In Kanada habt Ihr gleich dreifach Platin geholt. Was hat sich seitdem bei Euch getan?

D'Sa: Wir machten nach der Tour erst einmal richtig Urlaub, waren dann aber auch schon wieder im Studio, bastelten am neuen Album. Wenn es um Erfolg geht und um die Musikpreise, die wir gewonnen haben, denkt jeder gleich, jeder von uns hätte jetzt eine Million Bares auf dem Konto. Stimmt aber nicht. Erfolg ist uns auch nicht so wichtig. Wir machen Musik, weil es uns Spaß macht.

teleschau: Trotzdem: War es eine Last, plötzlich als das "Next Big Thing" gehandelt zu werden?

D'Sa: Ja und nein. Einerseits ist so etwas eine Ehre, auf der anderen Seite spürst du eine Menge Erwartungen auf deinen Schultern. Wir wollen aber einfach nur unser Ding machen und legen uns selbst schon eine Menge Druck auf.

teleschau: Hatte das Auswirkungen auf das Schreiben des zweitens Albums?

D'Sa: Definitiv. Das ausgiebige Touren hat uns zu besseren Musikern gemacht, wir haben auf dem zweiten Album Sachen gespielt, die wir auf dem Debüt noch nicht hätten umsetzen können.

teleschau: Habt Ihr keine Schwächen?

D'Sa: Wir sind ganz sensible kleine Motherfucker, um ehrlich zu sein. Und ich bin ein erschreckend schlechter Sologitarrist. Das werde ich vermutlich nie lernen. Und ich werde wohl auch nie ein großartiger Sänger. Unser Mixer Chris Lord-Alge meinte im Studio, ich klänge wie Popeyes Cousin. Das sagt wohl einiges. (lacht)

teleschau: Ihr habt in Bryan Adams' "Warehouse"-Studios aufgenommen. War der Hausherr zugegen? Was hat er zu Euren Songs gesagt?

D'Sa: Er zeigte uns seine Sammlung alter Mikrofone, die er dort ausgestellt hat. Ich hätte allerdings lieber seine Sammlung alter Gitarren gesehen! Wir trafen ihn an seinem Geburtstag, sagten kurz "Hallo" und aßen mit ihm ein Stück Schokoladenkuchen. Veganen Schokokuchen, natürlich! Wir spielten ihm zwei Songs vor, und er meinte: "Killer-Sound, Jungs!" Ich muss sagen, er ist wirklich ein unglaublich netter, bodenständiger Typ. Er gibt dir nie das Gefühl, dass du mit einem Star redest.

teleschau: Euer fertiges Album klingt besser gelaunt als das erste. Wieso?

D'Sa: Nun, wir sind nicht mehr so wütend wie damals, als wir begannen. Wir haben durch die Musik die Welt gesehen, hatten eine Menge Spaß, und das zeigt sich auf dieser Platte. Ich finde, es ist ein wirklich bipolares Album geworden. Denn auf der anderen Seite gibt es doch auch eine Menge dunkler, düsterer Songs.

teleschau: Zum Beispiel?

D'Sa: Ein Lied wie "Perfect World", das Ben geschrieben hat, trifft das sehr gut. Es dreht sich um seine Erfahrungen mit einer ehemaligen Freundin. Wir waren anderthalb Monate auf der Warp-Tour, und er kam nach Hause und sah, dass seine Freundin all ihre Sachen in Kartons verpackt hatte und ausziehen wollte. Sie hatte seit einiger Zeit einen anderen Kerl - was fast alle schon wussten, außer ihm.

teleschau: Ihr habt Euch stets vehement gegen "Punk-By-Numbers" - also gegen Bands wie Sum 41 oder Blink 182 - gewehrt, und statt Tattoos Haltung, Moral und Werte bevorzugt. Ist das im Musik-Biz noch möglich?

D'Sa: Oh ja, sicher. Joe Strummer etwa: Bis er starb, war er immer integer. Auch Bands wie Anti Flag oder Bad Religion gehören zu den Aufrechten. Es gibt leider nur wenige der supererfolgreichen Bands, die noch Werte projizieren, was schade ist. Aber schau dir U2 an: Sie sind zwar keine Punk-Band, aber verkörpern Ideale wie kaum eine andere Band. Was Bono politisch tut, ist unglaublich. Oder nimm Coldplay: Das geht in die gleiche Richtung.

teleschau: Ihr sollt einmal gesagt haben, nichts sei schlimmer, als eine Band, die "zu dicke Eier" hat.

D'Sa: (lacht) Naja, wir sind eben einfache Jungs und können keine aufgeblasenen Gockel leiden. Wir sind gerade heraus. Wir spielen uns sehr gerne den Arsch ab und brauchen dafür weder eine Bühnenshow mit Explosionen noch schicke Klamotten. Ich denke, viele dieser Clowns unterschätzen das Publikum total. Das kapiert doch schnell, ab wann etwas es echt albern wird und von anderen Defiziten ablenkt.

teleschau: Zu Euch: Entweder man liebt oder man hasst Euch. Habt Ihr eine Erklärung dafür?

D'Sa: Keine Ahnung, aber ich mag es so. Nichts wäre schlimmer, als indifferent dazwischen zu stehen. Vielleicht gefällt manchen unsere Aggression nicht, oder Bens Stimme. Vielleicht verstehen sie nicht, worauf wir mit unserer Musik hinaus wollen. Oftmals wird ja ein Missverständnis schnell als Arroganz ausgelegt. Da kannst du noch so anständig und aufrecht sein - die wirst du kaum überzeugen. Du bist und bleibst schuldig. Warum auch immer. Wenn man unsere Musik hasst - okay, aber wer unsere Haltung hasst, den würde ich nicht verstehen.

teleschau: Und wenn es nicht klappen sollte mit dem "Next Big Thing" und Ihr die nächsten zehn Jahre wieder in kleinen Clubs spielt, was dann?

D'Sa: Das würde nichts ändern. Wir sind eine Band, die Spaß hat und die lange unterwegs sein wird. Wir legen es nicht auf den schnellen Erfolg an. Und wenn uns unsere Plattenfirma rausschmeißt, veröffentlichen wir unsere Alben halt selber! Wir machen schon zu lange Musik - fast 13 Jahre. Uns hält jetzt nichts mehr auf!

Stefan Woldach

München (ots) - In der Bühnenshow ihrer aktuellen Deutschland-Tour

präsentiert sich US-Star Pink (27) megahart, sexy und freizügig. Im

Interview in der aktuellen BRAVO-Ausgabe zeigt sie sich hingegen von

einer anderen Seite: Pink ganz sanft!



Pink, mit bürgerlichem Namen Alicia Moore, findet sich "eigentlich

gar nicht besonders sexy". Verwunderlich, dass der Megastar dennoch

leicht bekleidet auf die Bühne geht. "Irgendwie fühle ich mich auf

der Bühne sicher", erklärt sie im BRAVO-Interview. "Wenn ich nicht

auf der Bühne stehe, bin ich überhaupt nicht so selbstbewusst und

könnte mich nie so freizügig zeigen."



Ihr wahres Ich sei sehr empfindsam. "Du solltest mich mal mit

meiner Familie oder meinen Hunden erleben! Ich bin sehr sensibel,

zärtlich und liebevoll!" Und: "Die Menschen mit der härtesten Schale

haben oft den weichsten Kern. Ich habe mir meine Schale aufgebaut,

damit niemand meinen weichen Kern verletzen kann. Ich zeige ihn nur

Menschen, von denen ich weiß, dass sie mich wirklich lieben und mir

nie wehtun würden."



"Ich bin ein echtes Sensibelchen", sagt Pink über Pink. "Ehrlich,

ich weine jeden Tag. Nicht, weil ich unglücklich bin. Es ist nur so

verdammt einfach, mich zu Tränen zu rühren."



Ihre sanfte Seite erlebt besonders Ehemann Carey: "Jeden

romantischen Scheiß, den ich in Filmen sehe, muss ich für Carey

machen." Mit Blumen hat er auch ihr Herz erobert: "Niemand hatte mir

je zuvor Blumen geschickt. Das hat mich sehr gerührt."



Zu Gerüchten über eine angebliche Schwangerschaft: "Nein, noch

nicht." Aber: "Ich fühle mich bereit, seit ich acht Jahre alt bin.

Aber je älter ich werde, desto mehr denke ich: Jetzt ist nicht der

richtige Zeitpunkt. Aber eines Tages wird es sicher so weit sein."



Die Inhalte sind mit Hinweis auf BRAVO zur Veröffentlichung frei.



Mehr zu Megastar Pink gibt es in der aktuellen BRAVO-Ausgabe

45/2006 (ab 27. Oktober im Handel erhältlich).



Die Bauer Verlagsgruppe ist Europas führender Zeitschriftenverlag.

Sie publiziert 152 Zeitschriften in 13 Ländern und beschäftigt

rund 6.370 Mitarbeiter. Allein in Deutschland gibt das

Familienunternehmen 36 Zeitschriften heraus und erreicht 33 Millionen

Leser. Der Umsatz der Bauer Verlagsgruppe liegt bei 1,7 Milliarden

Euro pro Jahr. (Quelle: ag.ma, Geschäftsbericht)









Heinrich Bauer Smaragd KG
 
 
 
nochma auf englisch....
Pink spoke to Newsround Showbiz's Adam about being the most outspoken punk princess in pop.  


What's your new song Trouble about?

Usually my songs are certain stories but this is a bunch of stories and it's really just about attitude.



You've changed your hair again. How important is your image to you?

I just get bored easily. As I'm sure other people do too.



Is image a big deal to you, to create a image for Pink?

No, because Pink and Alicia are the same person... like my music is
autobiographical and honest and true to me. So is the way I dress and
talk and think and feel and dye my hair.



On your website there's lots of links to political causes. How important is that to you?

I think that's really important because more people are paying
attention to you and [so] more people will go to your website. And if
they like you music they might like something you're into.

I'm very involved with PETA - People for Ethical Treatment of Animals -
and Greenpeace and a lot of women's shelter and clothing giveaways.



You've said you want to be a real person and be very honest. Has that ever given you problems?
The
only problems I've ever had with being honest is telling people how I
feel about them or saying how I feel about other people.

I've learned I'm not lying by not saying anything, so I just don't say it anymore.



Keeping quiet must be tough for you because you've got a lot of opinions?

They know who they are.



What happened with Prince William?

He sent me an invite to his birthday party and I declined and told him why.



What was it to do with?

Fox hunting and er - wasn't actually foxes tho'...


[The letter referred to the story Prince William was alleged to have killed a small deer in Africa but he denied this.]



When he was in Africa?

Yes and I don't like it and I wanted to tell him so and I haven't got a response yet.



You've written quite a few letters. Was there one to a fashion magazine?

 
 

Schlagbohrer-Pop

Interview mit Judith Holofernes (Stimme) und Pola Roy (Schlagzeug) von Wir sind Helden

Ein Interview von Klaus Esterluß

Wir sind Helden ist keine Berliner Band, sondern eine Band in Berlin, sagen sie. Stimmt auch, schließlich haben sie sich in Hamburg gegenseitig aufgelesen. Und Stadt ist auch nur halb entscheidend; wichtig ist, was im Endeffekt heraus kommt. Das kann sich bekanntlich hören lassen und so war das Interview in einem Kreuzberger Café über Attitüden, Videoästhetik, Helden und Daniel Küblböck als BRAVO TV Moderator trotz Regen ausgesprochen erleuchtend.

Foto: Wir sind Helden

Ich habe euer Album gerade erst, vor fünf Minuten, bekommen. Darum erübrigt sich meine erste Frage schon wieder fast. Ich wollte von euch wissen, was man erwarten kann, wenn man das Album am 7. Juli im Laden kauft?

Judith: Wir selber kennen das Album auch erst seit einer Woche. Es ist sozusagen ganz frisch...

Aber ihr habt die Songs doch geschrieben?

Judith: Ja, natürlich. Aber man ist dann so drin - wir fangen jetzt erst an, es immer wieder zu hören. Und ich muss sagen, ich bin deswegen total glücklich damit, weil ich alles wieder erkenne. Es passiert ja manchmal, dass sich Sachen während der Aufnahme verändern, so dass man denkt, man hat es nicht richtig hinbekommen. Und ich denke jetzt aber: Ja, das sind gute Songs. Für mich ist das Album eine selbstverständliche Sache. Es sind die Lieder, die die Leute, die uns von Auftritten kennen, schon gehört haben. Es ist also nur ein ganz neuer Song dabei, die anderen sind Lieder, mit denen wir schon eine ganze Weile auftreten. Endlich mal auf Platte, was uns natürlich sehr freut und ich glaube, es ist relativ nah an dem ist, was man von uns kennt und erwartet. Was man vielleicht noch sagen könnte, ist, dass es sehr zitierfreudig ist, es zeigt also Seiten von uns, die vielleicht auch ein paar Leute überraschen werden. [Lachen]

Pola: Es sind Songs von der EP auch auf dem Album. Das war uns wichtig, weil wir damals einfach nicht das Geld hatten, um ein Album aufzunehmen. Die jetzt nicht auf Album zu nehmen wäre sehr schade gewesen. Insofern kann man das dann auch erwarten.

Also, ähnlich wie auf der EP und den Singles - zitierfreudig im Sinne von Nachdenken, dass man Dinge auch nach dem dritten Hören entdeckt, die beim ersten Mal gar nicht aufgefallen sind?

Judith: Ja, dass hoffentlich, aber auch musikalisch. Weil wir als ganze Band so eine Liebe zum musikalischen Zitieren haben. Wie diese 80er Jahre Einflüsse, die aber nur in manchen Liedern sind, haben wir gleichzeitig aber auch eine Liebe für kleine, komische Blueselemente, die aus dem Zusammenhang gerissen reingeschmissen werden, Frühneunziger Indierock Elemente... Alles, was wir so mögen, fließt ein, weil wir einfach einen sehr breiten Musikgeschmack haben.

Mich hat ein wenig überrascht, dass die Welt in einem Artikel über euch schrieb, dass der Song Guten Tag einem anderen französischem Stück von Plastique Bertrand entlehnt ist...

Judith: Na ja, das stimmt so nicht. Was aber stimmt ist, dass Ca plane pour moi (das Plastique Bertrand Stück - d.A.) etwas zitiert, was wir auch zitieren. Nämlich einen einfachen klassischen Rock'n'Roll Riff. Also, eigentlich ist der Song, von der ganzen Struktur her, original jeder Song von Chuck Berry, Original alle Songs von den Ramones. Nur das bei Ca plane pour moi ein Synthie eingesetzt wurde, um das zu machen. Genau wie bei uns. Wir haben dabei aber weniger an Ca plane pour moi gedacht, als viel mehr an diese klassischen Punkrock Stücke, die auf alten Bluesrock Skalen beruhen.

Pola: Wobei wir, ehrlich gesagt, überhaupt nicht daran gedacht haben. [Lachen] Es war so, das Jean, unser Keyboarder, die Musik dafür angebracht hat - der ist so eine Gebärmaschine und bringt immer gleich fünf Songs an, die er gemacht hat - wir haben den Song gehört und es war gleich geil und dann haben wir uns gesagt, den machen wir jetzt. Judith hat einen Text drüber geschrieben, dann haben wir es zusammen gewurschtelt und dann war der Song da.

Woher kommt die Inspiration für die Texte?

Judith: Überall her. Ich schreibe einfach über alles, was mich genug beschäftigt, dass es ein Lied werden muss. Und da sind natürlich viele Dinge, wie Guten Tag und Müssen nur wollen auf dieser Ebene von Beobachtungen, wo es mir wichtig ist, die mal anzusprechen, entstanden.

Und wie entstehen dann Zeilen wie Wir können alles, was zu eng ist mit dem Schlagbohrer weiten.? Ich finde das phantastisch, ist auch ein schönes Bild, aber welche Wege braucht es, bis so etwas entsteht? [Lachen]

Judith: Also, wenn ich schreibe, dann schreibe ich assoziativ in alle möglichen Richtungen und versuche dann auch das analytische Gehirn auszuschalten, um den Bildern hinterher zu schreiben, die ich sehe. Die Gewalt, die hinter der Textzeile steht - Ich versuche immer, nicht mit dem nahe liegensten Bild zu arbeiten, sondern finde Bilder immer dann viel greifbarer, wenn man etwas nimmt, womit die Leute nicht rechnen. Und etwas, dass zu eng ist, mit einem Schlagbohrer zu weiten ist ja unglaublich brutal, aber genauso empfinde ich es auch. Alles ist so leicht oder kommt einem leicht vor und wenn es dann doch mal schwerer geht, dann... weitet man es. [Lachen]

Also ist es auch ein Stückweit Gesellschaftskritik...

Judith: Ja, natürlich. Aber nicht in allen Liedern, weil ich, wie gesagt, über alles schreibe, was mich interessiert und da wäre es doch ein bisschen arm, wenn ich nur über solche Dinge schreiben würde. [Lachen]

Pola: Es sind aber auch ein paar Liebeslieder drauf...

Judith: Vier, oder?

Was haltet ihr von gecasteten Bands?

Pola: Ich finde, bei diesen Shows muss man differenzieren. Es gab zum Beispiel eine Show, die hieß Teenstar, bei der ging es darum, dass 13 oder 14 jährige alleine auf einer Bühne waren und irgendwas gesungen haben und dann von der Jury zerrissen wurden. Und wenn man selber auch nur annähernd Musik gemacht hat, weiß man, dass die nie wieder, auch wenn sie noch so begabt sind, auf eine Bühne gehen werden. Dann gibt es andere Veranstaltungen, wie Deutschland sucht den Superstar. Dazu habe ich persönlich keine Meinung. Die Leute müssen selber wissen, ob sie dahin gehen und das machen wollen. Wenn man natürlich eine Karriere als Musiker machen will ist das der völlig falsche Weg.

Judith: Das ist Musical. Ich habe das Gefühl, dass diese Castingshows eine größere Ähnlichkeit mit dieser Musicalwelt haben. Man wird Popstardarsteller. Darum habe ich mit denen auch kein allzu großes Mitleid. Und diese gecasteten Bands gab es in Wirklichkeit schon immer. Die Ronettes zum Beispiel waren auch gecastet (oder die Monkeys - d.A.), nur war das damals weniger offensichtlich und ich denke, dass die Leute das mit den heutigen Methoden schneller über haben werden. Vielleicht ist das dann für Bands wie uns eher von Vorteil.

Foto: Wir sind Helden

Ich bin sehr gespannt, wie schnell das Publikum diese Shows nicht mehr sehen will. In Kürze fangen immerhin fast alle Sender mit so etwas an. Aber wenn ihr seht, dass solche Leute wie Küblböck und wie sie alle heißen sofort auf Platz 1 in den Charts gehen, ist das für richtige Musiker deprimierend?

Judith: Ich habe dazu komischerweise eine sehr entspannte Meinung und finde das überhaupt nicht deprimierend. Man könnte zwar sagen, dass es denen sehr leicht gemacht wird usw. aber ich finde nichts an dieser Sache erstrebenswert. Weder das, was sie erreichen, also Platz 1 zu sein, noch den Weg dorthin. Also, ich finde es schon erstrebenswert Platz 1 zu sein, aber nicht durch diesen Weg.

Pola: Ich habe schon ein stückweit Mitgefühl, weil ich glaube, dass es ein enorm harter Fall wird, denn es ist die Natur der Sache, dass, wenn es so steil nach oben geht, es auch so wieder abwärts gehen wird.

Judith: Ein paar von denen werden vielleicht glückliche TV Moderatoren...

Pola: Ja, Daniel Küblböck kann ich mir gut bei Bravo TV vorstellen. Als eine Art Ilja Richter, ein Spaßvogel, der immer irgendwelche Shows moderiert und vielleicht auch mal was ernsthaftes macht. Warum nicht? Das ist einfache eine Sparte des Showgeschäfts, die sehr hart ist, da geht es um sehr viel Geld.

Judith: Man hat immer das Gefühl, es geht einen nichts an. Aber was dann schon doof ist, dass unheimlich viel Geld in diese Aktionen fließt. Denn das sind solche Cash Cows, bei denen die Plattenfirmen davon ausgehen, dass es funktioniert und da die Plattenindustrie immer ängstlicher wird, geht natürlich Geld in diese berechenbaren Sachen und normale Bands werden mit immer mehr Vorsicht behandelt, weil das kein kalkulierbares Risiko ist. Und das ist einfach schade.

Wen erreicht ihr mit eurer Musik? Was für Menschen hören euch?

Pola: Das ist schönerweise ganz unterschiedlich. Auf den letzten Konzerten, die wir hatten waren wir sehr glücklich, auch über das Publikum. Judith bekommt etliche Mails von älteren Menschen, na ja, was heißt älter? 50-jährigen aber dann auch von 10-jährigen.

Judith: Ich finde das super. Die meisten Leute, die uns hören sind schon so alt wie wir und könnten auch unser Freundeskreis sein. Und wenn ich die dann hüpfen und tanzen sehe - großartig. Es ist natürlich auch toll, wenn Leute zu dir kommen, mit denen du nie gerechnet hättest.

Man hört immer, eure Musik wäre 80er. Kann man das stehen lassen?

Pola: Nee. Würde ich nicht sagen. Es ist natürlich so, dass Guten Tag der ndw-igste Song ist, den wir so haben. Offensichtlich. Dazu stehen wir natürlich auch und das finden wir auch geil. Auf dem Album sind aber auch viele Songs, wo vielleicht noch Einflüsse sind, die aber auch ganz andere Einflüsse haben. Wir sind deshalb auch keine 80er Band...

Das wollte ich damit auch nicht gesagt haben, ich denke, dass ihr die Gedanken der Zeit damals in die Zeit heute übertragt. Ein Stichwort wäre vielleicht 'Punk Attitüde'...

Judith: Die Punk Attitüde ist ein wichtiger Punkt. Sich an dieser Zeit zu orientieren, ist für Musiker natürlich eine Freude. Weil das eine Zeit ist, zu der in der deutschen Popmusik einfach wahnsinnig tolle Sachen passiert sind und danach relativ lange nicht mehr. Das war eine Hochzeit, zu der sehr viel tolles Zeug passiert ist, das textverliebt, anarchistisch und lustig war. Der Plan zum Beispiel, oder auch Trio, die sich unverschämte Dinge getraut haben...

Pola: Aber das ist auch kein bewusster Prozess. Es hat uns sicherlich beeinflusst, wie es ganz viele Menschen in Berlin oder auch anderswo beeinflusst hat.

Was bedeutet Berlin für euch?

Pola: Jeder von uns wohnt mehr weniger in Berlin. Das macht uns zu einer Band in Berlin, alles findet hier statt...

Judith: ...aber eine richtig in Berlin verwurzelte Band können wir überhaupt nicht behaupten zu sein. Ich bin zwar, als einziges Bandmitglied, hier geboren, habe aber nicht immer hier gelebt.

Pola: Auch Hamburg ist eine große Stadt, dort haben wir uns getroffen, und die hat uns natürlich auch beeinflusst.

Ich wollte gar nicht auf die 'große Stadt' hinaus, sondern mehr auf die Besonderheiten. Gibt es in Berlin so etwas? Einen Berliner Flair, oder so...?

Judith: Eine Sache, die ich in Berlin schon sehr speziell finde und die vielleicht einen Einfluss hat - Ich finde Berlin sehr entspannt...

Ehrlich?

Judith: Ja, das finden viele Leute verblüffend. Aber ich finde Berlin gerade deshalb so entspannt, weil es so groß ist. Diese Anonymität hier kann einem am Anfang das Genick brechen. Wenn man aber mal seine Freunde gefunden hat und in seinen Stadtteil, seine kleine Stadt eingebettet ist, dann ist das sehr befreiend, weil man sehr lange sehr unbeobachtet vor sich hinwurschteln kann. Außerdem gibt es keine übermächtige Szene, die eine Richtung schon anbietet, wie in anderen Städten...

Es gibt Bands, möchte ich behaupten, die ähnlich klingen wie ihr. Ich habe vor kurzem das Debüt der Sounds bekommen, kennt ihr die?

Beide: Ja!

Pola: Ich kenne aber nur den einen Song...

Judith: Die kommen aus Schweden, oder?

Ja, aus Schweden. Tolles Album, tolle Band, wirklich phantastisch.

Judith: Geiles Gezeter! [Lachen]

...hat was von Blondie und ist sehr schön.

Judith: Das hat aber auch was von ... Kim Wilde. (Singt den Refrain von Kids in America) Ist ja auch ein deutliches Zitat...

...und bei euch gibt es auch Vergleiche mit, ich traue mich das gar nicht zu sagen, Mia...

Judith: Ach. Das macht doch jeder. [Lachen]

Pola: Also, ich finde das okay. Mia finden wir klasse. Die sind eine Hammer - Live Band. Wir haben sie ein paar Mal gesehen und haben auch schon zwei Konzerte mit denen gemacht, ist aber im Endeffekt doch was ganz anderes als wir. Einfach vom Ziel und vom Auftreten her. Viel aggressiver, wilder, punkiger. Mehr nach vorne. Deswegen ist der Vergleich erst mal da und auch logisch, die Stimmen sind beide Frauen, klingen irgendwie berlinerisch und haben 80er Jahre Einflüsse. Aber ich glaube, dass wir mit anderen deutschen Bands, wie z.B. den Sportfreunden Stiller viel mehr Ähnlichkeiten haben, als unbedingt mit Mia.

Die Entstehung ist doch auch eine andere, oder? Ich weiß es nicht sicher, aber Mia sind doch gemacht?

Pola: Also, ich glaube, da tut man ihnen unrecht. Weil Mia schon seit einiger Zeit eine Band ist...

Judith: ...die haben sich auf dem Weg schon sehr stark verändert. Aber das ist ja auch oft so, dass eine Band diese Wandlung immer schon wollte, es aber nicht hinbekommen hat.

Foto: Wir sind Helden

Kann man so ein Umkrempeln bei euch auch erwarten?

Pola: Hoffentlich. Hoffentlich werden wir uns verändern. Vielleicht auch mal drastisch, aber nie dadurch, dass uns jemand sagt: Ihr müsst euch jetzt verändern.

Judith: Das wäre bei uns aber auch nicht so tragisch, weil wir keine Styler - Band sind. Auch wenn wir unsere Kleidung komplett ändern würden, hätte das keine große Auswirkung. Wir sind schließlich doch eine Band, die sich über die Songs definiert. Die Songs würden vielleicht anders klingen, es sind aber doch die gleichen Stücke.

Pola: Es passiert Newcomern häufig, wenn sie an die falsche Plattenfirma geraten, die ihnen dann sagt, sie sollen anders klingen. Das geht dann aber auch meistens in die Hose, weil die Leute nicht so doof sind, wie in diesen Fällen gedacht wird. Man merkt, was authentisch ist und was gemacht wurde. In der Castingszene dagegen ist es völlig egal, ob Alex Take me tonight singt. Das soll gar nicht authentisch sein. Aber Bands hören sich die Leute an, weil sie eine Band und dieses Gefühl, das damit zusammenhängt wollen, dieses Ganggefühl.

Judith: Ich finde diese Vergleiche spannend. Du bist, glaube ich, der erste, der uns mit einer englischsprachigen Band vergleicht.

Ich fand das in diesem Zusammenhang nicht abwegig.

Pola: Ich müsste deren Album erst mal hören, weil ich halt nur die Single kenne. Die ist zwar nicht überoriginell...

...aber die hat so einen Drive. Man geht mit dem Song einfach mit. In einer Biografie liest man eine prozentuale Aufteilung eurer Musik in bestimmte Anteile Pop, Rock und Synthie. Ernst gemeint?

Pola: Wir haben das in unseren Musikcomputer eingegeben und der hat das dann ausgespuckt. [Lachen] Nein. Das war mehr so ein Gag...

Judith: Ich glaube auch wegen des Schubladendenkens. Wir haben uns damals irrsinnig schwer getan, eine Bezeichnung für unsere Musik zu finden und über diese Schwierigkeit sind wir dann auf den Gag gekommen, dass man es auf die Spitze treiben und mit Prozenten um sich schmeißen muss. [Lachen]

Pola: Wir wollten dann auch schon Tortendiagramme entwerfen... Aber inzwischen versuchen wir in unsere Definition noch Indierock mit rein zu bringen, weil es so zu eng ist.

Also den Schlagbohrer rausholen...

Pola: Genau. Schlagbohrer-Pop. [Lachen]

Wer hat die Ideen zu euren Videos?

Judith: Wir zusammen mit der Filmlounge. Beim ersten Video hatten wir noch null Euro, die wir dafür hätten ausgeben können, hatten aber das große Glück mit einer Filmfirma befreundet zu sein, die dabei waren eine Doku über uns zu drehen und dieses Video ist dann fast am gleichen Tag relativ spontan im Proberaum entstanden. Wir sagen denen, wie wir den Song sehen und die spinnen dann herum und wenn wir deren Idee gut finden, dann spinnen wir zusammen weiter.

Pola: Beim zweiten war es genauso. Die Idee kam von der Filmlounge und wir haben unseren Input gegeben. Bis hin zum Schnitt.

Ich habe das zweite Video leider erst einmal gesehen, fand das erste aber extrem witzig. Mit den Sprechblasen und Harald Schmidt... (im Video taucht eine Sprechblase auf, in der und ich so zu Harald Schmidt auftaucht. Kurz danach ist Judith bei Schmidt in der Show - d.A.)...

Beide: Ja, das war krass...

Judith: Vor allem war das ja vorher.

Pola: Das war eigentlich nur eine Spinnerei, wir haben uns die Sprechblasen ausgedacht und dann war es halt passiert...

Die unvermeidliche Frage: Wie ist er so, der Schmidt?

Judith: Ich habe ihn so viel nicht kennen gelernt. Aber als Mensch, den man nur kurz kennen lernt, war er extrem freundlich und sehr fokussiert. Auch extrem ernsthaft, ernsthafter als man denkt und fast bis zur Humorlosigkeit fokussiert, aber im positiven Sinne. Er war extrem gut vorbereitet und wusste sehr viel.

Kam euer Erfolg überraschend?

Pola: Von außen betrachtet, kannte man uns gar nicht, dann kam dieser Song und auf einmal waren wir da. Für uns war das aber über die drei Jahre hinweg ein kontinuierliches Ansteigen bis dann die EP veröffentlicht wurde, die an die Radiostationen kam und dort gespielt wurde, Mtv unser Video gespielt hat - alles noch ohne Plattenfirma...

Judith: ...kam es doch überraschend.

Pola: Es gab aber schon einen Vorlauf. Ich glaube, wenn wir nach nur zwei Monaten Existenz eine solche Entwicklung gehabt hätten, wäre alles für uns anders gewesen.

Kann man euch kommerziell nennen?

Judith: Das ist schwierig. Wir leben von der Musik, das wollen wir auch. Wir wollen nichts anderes machen müssen. Aber ganz ehrlich: Wenn man viel Geld verdienen möchte und, sagen wir, relativ sicher sein will, viel Geld zu verdienen, sucht man sich einen anderen Beruf. Bei diesem Geld und Ruhm - Ding kannst du das Geld im Normalfall ersatzlos streichen. Wenn eine Musikkarriere ziemlich gut läuft, verdienst du vielleicht soviel wie irgendjemand, der irgendeinen dieser mittelständischen Berufe hat. Für die Arbeit, die das kostet, also ehrlich: Blut, Schweiß und Tränen, könnte man in anderen Berufen sehr viel mehr Geld verdienen.

Pola: Als deutschsprachige Band bist du auch auf die deutschsprachigen Länder beschränkt. Soviel kannst du gar nicht verkaufen, um reich zu werden. Damit beschäftigen wir uns aber auch gar nicht. Wir haben weder ein Konzept, so schnell wie möglich reich zu werden, noch das so gut wie möglich zu vermeiden. [Lachen]

Judith: Wichtig ist nicht, wo man hingeht, was man macht, wessen man sich verschließt. Klar gibt es viele Dinge die wir nicht machen würden.

Englisch zu singen käme für euch ergo nicht in Frage?

Judith: Ich habe ein Herz für Übersetzungen. Ich habe auch immer schon Lieder übersetzt. Allerdings vom Englischen ins Deutsche. Ich mache das auch total gerne, deswegen würde ich nie sagen, dass wir das nicht machen würden, aber wir würden nie einen Song nur auf Englisch aufnehmen, damit er sich besser verkauft.

Ihr seid am 29.05. in der Maria am Ufer, wir sehen uns ganz sicher dort. Ich danke euch für das Interview.


 
Pink with her dog
Pink with her dog
Vogue.. [It was] just that Anna is the Chief Editor I guess, and she runs fur campaigns and fur ads and I basically just asked her will she run anti-fur ads aswell and she said no.
And I reminded her that freedom of press is why she is where she is today and why not be fair and give both sides instead of just one. I know there's a lot of money involved in this but wouldn't you like to do the right thing. I haven't had a response from that.
But you know that it gets attention and it wakes people up, so more power to it.

You were a wild child - is it tough being a role model for so many young people?
I wouldn't advise anyone to take the path I've chosen but as far being a strong woman, and being assertive and being ambitious and being a fighter and being comfortable in my own body and not society's idea of beautiful then absolutely, I'll carry that torch.
But as far as being perfect, heck no, I'm not perfect.

You had a fantastic cameo in Charlie's Angels - any other non-musical projects on the go?
Yeah eventually something will happen but you can't plan it, I don't know what it's going to be but I'm way more interested in independent films and lower budgets because there's more room to be creative.

So what are the chances of seeing starring, produced and directed by Pink?
One day? Good. Very good chance.

Is it true you're doing a Pepsi advert?
I don't know what you're talking about.

Well, people like Justin Timberlake are doing a McDonalds advert and some would say they're selling out by doing ads. What's your opinion?
I'd like to know what makes them selling out. What does that mean? If you eat McDonalds and you're getting paid to advertise it how's that selling out?
If you're in punk rock world it's looked at differently. But if you're a main stream pop artist and you believe in that product why shouldn't you advertise it?
So every Victoria's Secret model's a sell out? They're models. Know what I'm saying? The whole sell out word to me is such a tired, tired word

Your new album's out soon - what can we expect?
It's not a party record that's for sure. It's got party sounds but it's not as heavy and painful as the last one was. I vented it, I embraced it, I moved on! It's fun, it's good stuff.

Will you be the same Pink in two years time?
Hopefully a much wiser one, more evolved and have much more dogs. Other than that, I'll be the same girl.

 

nterview : Johnny Depp

Posted by Clint Morris on September 15, 2005


Sporting a tanned hat and thin beard, Johnny Depp was in the thick of Toronto's annual film festival happy to talk about his participation in yet another Tim Burton film, "Corpse Bride". Making his initial foray into the world of animation as a cowardly groom-to-be who inadvertently finds himself betrothed to a corpse bride in the stop motion romantic fantasy, Depp says that doing an animated film " was something I kind of always wanted to do, especially since having my first child," Depp explains smilingly. "I’ve been watching nothing but animated films now, so I’ve really developed a respect and love for them. But more than anything, what drew me to this was Tim. We were just commencing "Charlie and the Chocolate Factory" and he said, ‘Hey, I’ve got this other thing, "Corpse Bride", maybe take a look at it.’ So I read it and loved it, but it somehow didn’t occur to me that we were going to be doing it at the same time. I thought it was going to be like months down the road so I would have some time later to prepare for the character." You could imagine the surprise of this normally prepared actor when, as he was very focused on Wonka, "Tim arrives on set and says, ‘Hey, you know, maybe tonight we’ll go and record some of Corpse Bride.’ I was like sure, ‘course we can. I have no character. I didn’t know what the guy was going to sound like or anything, but good fun though."

With two children, a six year old daughter and a three year old boy, the actor isn't quite sure whether they prefer their dad as an animated character or pirate. "My daughter is quite calm, ladylike and princessy, so she can sit there and watch a movie and not get real antsy. While my boy will watch for about three and a half seconds, then sprint as fast as he can across the room to go and break something. With THIS film, we watched Corpse Bride together and my boy sat on my lap and watched the entire film, just didn’t move, was riveted and just loved it. Now that says a lot. I think this movie pretty full,"

While Depp is one of the few movie stars in Hollywood that passes as both a major leading man and character actor, he clearly ignores the notion of celebrity, taking his job of actor more seriously than most. Even on a film such as "Corpse Bride", Depp had to literally set about finding the character, as he explains. "I think with any character, it all comes from some place of truth within you and then I don't know, which is weird. When I read a script, I get these sort of images and ideas come to me. Then sometimes the image of people come to me, like with Sleepy Hollow I kept seeing a Roddy McDowell/Angela Lansbury kind of thing so that became the inspiration. Captain Jack, Keith became the inspiration because I started thinking of pirates as rock stars of the time, the idea that their legend arrived months, maybe years before they did. So you just start taking little titbits of things and storing them up to use later." Depp adds that for better or worse, he's a keen observer of human behaviour. "One of the primary responsibilities and luxuries of an actor is to is the art of observation, being able to watch people and watch their behaviour. Now that is fascinating, because people are really nuts," says Depp laughingly. "Over the years, I’ve really enjoyed just stealing little bits from people, incorporating them into characters."

It seems that Depp is at his most creative when working with pal Tim Burton. the two have evolved since their first pairing on Edward Scissorhands and it's clearly a relationship the actor cherishes. "I just think he’s a genius and that’s not a word that you can throw around very easily. I think Tim is so special and unique and our working relationship is, as you can imagine, weird, because there is a sort of emotional shorthand there and some kind of connection that I don't know how to explain. But most of the time, at least for me, all I’m trying to do is make him laugh. Even in the scene, you can have all these motivations and objectives as an actor but hen when I get in the ring, it basically all goes out the window and I’m just trying to make Tim laugh. I just want to see in my peripheral vision his sort of hunched over giggle where he’s trying not to make noise."

Asked if the actor might be someone’s inspiration someday, Depp pauses and smiles. "That’s dangerous territory. I don't know that I’m in a position to inspire anyone."

Depp is now back at work on both Pirates movies and is philosophical about the process of bringing his Captain Jack back not once but twice. "It occurs to me that Jack Sparrow can be funny, so I’m going to try that this time and I’m just going to try and be funny. Selfishly, the whole idea of sequels and stuff like that, are a very odd notion because I never quite understood the idea of doing sequels until as an actor you think: I’ve played this character for months and months and I really got to know and love the guy, Then the clock starts ticking and you know the end is coming and you go: Jesus, I’ll never see him again. I’ll never see him, I’ll never feel this again. So you start to get depressed and with Jack Sparrow, I had the sneaking suspicion that I might see him again. So I’m saying selfishly, I was so excited to come back and do two and three because I just wanted to meet up with him again."

And Depp also hopes to return to the ill fated "Don Quixote" project abandoned by Terry Gilliam. "I’d love to. If there’s any way to avoid the curse, that would be better. Every time I see Terry he threatens to. I’d love to do the film if at all possible and I stress that if at all possible, because it was going to be good. That was the thing we all felt and was really sad. It was going to be really good. It was like the best of Terry Gilliam and I felt really good about my character. The good news is, if he wants to go back and do that, I know the character so I have less to do.

Depp is that unique Hollywood animal: a bona fide movie star and an acclaimed actor. And now he's as much a blockbuster star these days the happy-go-lucky and pragmatic actor seems to take the added responsibility seriously. "Here’s an oxymoron for you: it hasn’t changed my work ethic or my approach to the work. I’ve been very, very lucky in my life that I have worn many hats, literally and I’d love to show them all to you. I’ve done everything from selling ink pens over the telephone to screen printed T-shirts, worked construction, was a musician for a number of years and a busboy. I’ve done a lot of different things and I’ve had a great deal of luck in this business, so I’m somewhat together enough to know that if the ride is going smooth, fun and well and everything is peachy keen this week, then all that could evaporate next week and then I’m once again that weird guy that does art films, which is okay. So I've always said I’ve never had any allergy to the idea of commercial success. It was just how you got there that was important."

CORPSE BRIDE OPENS ON OCTOBER 20.

- PAUL FISCHER


 
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